A Tourle durch Büzô

Führung im Kindergarten Bizau

A Tourle durch Büzô

Kamingespräch mit Sven Matt

Der letzte Programmpunkt der Woche war ein kleiner architektonischer Spaziergang. Sven Matt vom Bezauer Architekturbüro Innauer Matt erklärte uns anhand verschiedener lokaler Beispiele die Geschichte des Wälderhauses, die Vorteile des Baustoffes Holz und erzählte aus dem Alltag Vorarlberger Architekten. So erfuhren wir, dass früher die Raumhöhe ein Indikator für Wohlstand war und helle Räume gar nicht so beliebt waren. Großes Thema waren auch die Schindeln, eine Fassadenart, die im Bregenzerwald aufgrund ihrer langen Lebensdauer und ihrem effektiven Schutz sowohl in der Vergangenheit als auch heute eine wichtige Rolle spielt.

Bürgermeister Josef Bischofberger ermöglichte uns den örtlichen Kindergarten, ein Beispiel eines modernen Wälderhauses, auch von innen zu besichtigen. Der Holzbau verbindet traditionelle Elemente, wie Schindeln, mit moderneren Elementen, wie große Fenster, und schlichter Architektur. Die StipendiatInnen fühlten sich dort so wohl, dass sie gerne verweilten. Die Zeit nutzten der Architekt und der Lokalpolitiker, um aus ihrer jeweiligen Sicht über Bebauungspläne und die Zukunft des Einfamilienhauses zu erzählen. Während Matt diese Bauform als wenig nachhaltig und zukunftsträchtig sieht, hat Bischofberger das Gefühl, dass immer noch die meisten Dorfbewohner in einem solchen wohnen möchten. Einig waren sie sich dagegen, dass der Baustoff Holz in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen sollte.
 

Elias Vonmetz und Rumeysa Şeker

StipendiatInnen 2020

Zur Werkzeugleiste springen